Abformmaterialien

Abformmaterialien werden beim Zahnarzt verwendet zur Abformung der räumlichen Mundsituation, insbesondere der Zähne.

In der Zahnmedizin unterscheidet man zwischen starren und elastischen Abformmaterialien. Es kommt bei der Abformung hauptsächlich als Material Alginat, Hydrokolloid, Silikon, Polyether, Abformgips oder Abformwachs zur Anwendung. Die Abformmassen müssen sich an das abzuformende Material anschmiegen können und nach Fertigstellung vom Abdruck stabil sein, denn nur so lassen sich die Abdrücke vom Zahngebiss transportieren und weiterverarbeiten.

Abformmaterialien sind in der Zahnmedizin die Abformmassen für die Abdrucknahme der räumlichen Mundsituation, im Besonderen die Zähne im Kieferknochen.

Die Abformmaterialien können nach ihren Werkstoffeigenschaften in 4 Gruppen eingeteilt werden:

Irreversibel- starre Materialien: bei diesen Abformmaterialien ist der chemische Aushärtungsvorgang nicht umkehrbar (irreversibel). Hierzu gehören die Abformgipse, Zinkoxid-, Eugenol- Pasten und Kunststoffabformmassen.
Reversibel- starre thermoplastische Materialien: diese sind bei höherer Temperatur plastisch und härten durch Abkühlung bei Mundtemperatur aus. Durch erneutes erwärmen ist der Aushärtungsprozess umkehrbar (reversibel). Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Kompositmassen Stents und Kerr sowie Guttapercha.
Reversibel- elastische, thermoplastische Materialien: diese Materialien sind bei höherer Temperatur formbar und bei Mundtemperatur elastisch. Hierzu gehören die reversiblen Hydrokolloide.
Irreversibel- elastische Materialien: Zu dieser Gruppe zählen die Alginate und die gummielastischen Kunststoffabformungen wie Silikone, Polyäther, Polysulfide. Alginate sind einfach zu handhabende Abformmaterialien, diese werden vor allem zur Situationsabformung, Gegenkieferabformung oder zur Herstellung von Planungsmodellen und Dokumentationsmodellen verwendet.

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