Präparation

Präparation ist der Fachausdruck für das Bearbeiten eines Zahnes mit rotierenden oder lichtenergetischen Instrumenten zur Aufnahme einer Füllung bzw. einer prothetischen Restauration wie z.B. einer Krone.

In der Regel wird die Präparation zum Ableiten der Wärme mit einem Wasser-Luft-Gemisch durchgeführt, bei hochtourigen Präparationen wird diese „tupfend“ durchgeführt. Eine Präparation sollte immer nach dem Prinzip „so viel wie nötig – so wenig wie möglich“ erfolgen. Gerade bei prothetischen Versorgungen ist diese Forderung aus verschiedenen Gründen nicht immer einzuhalten.

Eine Präparation kann nach mehreren Kriterien unterschieden werden:

  • Geschwindigkeit eingesetzter konventioneller Instrumente
  • – niedrigtourige Präparation

    – hochtourige Präparation

    – höchsttourige Präparation

  • Präparationsform – bedingt durch die Form des eingesetzten Schleifkörpers unterscheidet man:
  • – Tangentialpräparation: einfache Präparationsart beim Bearbeiten eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone.

    Positive Eigenschaften der Tangentialpäparation sind: es wird relativ wenig Zahnsubstanz abgetragen, auch bei schwierigen anatomischen Verhältnissen anwendbar.

    Negative Eigenschaften dieser Präparationsart: die Präparationsgrenze ist auf dem Modell und im Mund nur schwer zu erkennen, deswegen ist es für den Zahntechniker schwierig, die Präparation auf dem erstellten Modell genau zu erkennen, auch bei korrekter Anpassung bzw Verarbeitung kann es zu Zahnfleischentzündungen kommen.

     – Hohlkehlpräparation: wird auch Furnierpräparation genannt. Dies ist eine Präparationsform beim Bearbeiten eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone. Dabei wird die Präparationsgrenze mit speziell geformten Diamantschleifern derart bearbeitet, dass nach der Eingliederung der fertigen Krone ein glatter Übergang zwischen Zahnstumpf und künstlicher Krone besteht. Die Hohlkehlpräparation ist die meist gebräuchliche Präparationsart beim Anfertigen einer Krone.

    – Stufenpräparation: Dies ist eine Präparationstechnik im Gebiet des Zahnfleischrandes. Der bearbeitete Zahn wird bei einer Füllung oder einer Krone mit einer etwa 90 ° Stufe versehen um z.B. eine Füllung statisch optimal abzustützen und/oder diese Zahnersatzarbeit nicht breiter als den Zahn zu gestalten. Durchgeführt werden derartige Präparationen mit Diamanten, welche bei ihrer walzenähnlichen Struktur eine so genannte Stirnfläche aufweisen. Von der zahnärztlichen Technik her stellt die Stufenpräparation den höchsten Aufwand beim Bearbeiten eines Zahnes dar. Allerdings bedeutet sie für den Zahn im Vergleich zu anderen Präparationsarten den höchsten Substanzverlust.

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