Provisorium

Provisorium ist der Oberbegriff für: provisorische Füllung, provisorische Krone/Brücke, provisorische Prothese.
Das Provisiorium ist eine vorübergehende schützende, und/oder funktionelle und/oder kosmetische Versorgung von präparierten Zähnen oder Zahnlücken.

Je nach Art der Konstruktion herausnehmbar, z.B. die Interimsprothese oder festsitzend. Ein Provisorium soll die fertig gestellte Präparation und den Zahn selbst vor mechanischen, chemischen und thermischen Einwirkungen schützen, dabei müssen der Zusammenbiss durch das Provisorium statisch und dynamisch stabilisiert und die Kontaktpunkte zu den Nachbarzähnen erhalten bzw. hergestellt werden, um ein problemloses Eingliedern der fertigen Versorgung zu gewährleisten.

Es werden verschiedene Arten der Provisorienart und -herstellung in der Herstellung von festsitzendem Zahnersatz unterschieden:

  • Direkt im Mund: Indikatoren hierfür ist eine kurze Tragedauer, zwischen 8-21 Tagen bis zur Fertigstellung des endgültigen Zahnersatzes.
  • Indirekt im Labor: Herstellung von Langzeitprovisorien, diese bleiben einen längeren Zeitraum im Mund bis die entsprechenden Abheilungs- /Regenerationsvorgänge abgeschlossen sind. Die Prothesen können aus Kunststoff allein oder mit einer preiswerten Metall-Legierung kombiniert werden.
  • Kombiniert: Anwendung und Herstellung von Brückprovisorien mit großer Spannweite. Dem Patient wird vor Präparation ein Abdruck mit Alginat genommen. Im Labor wird mit Hilfe des Abdrucks ein Modell hergestellt. In die Schaltlücke werden Prothesenzähne eingesetzt und festgewachst. Dann wird eine Abformung über diese Zahnreihe angefertigt. Die Anfertigung des Provisoriums erfolgt dann im Mund vor Ort oder im Labor.

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