Unterfütterung

Die Unterfütterung ist ein Verfahren um eine nicht mehr korrekt sitzende Prothese den natürlichen Veränderungen im Kiefer wieder exakt anzupassen. Man unterscheidet folgende Arten der Unterfütterung:

  • direkte Unterfütterung: durch auftragen eines Kunststoffes auf die Prothese und anschließendes Einsetzen in den Patientenmund werden die fehlenden Partien direkt ausgeglichen. Nach der Aushärtung des Kunststoffes wird die so aufgefütterte Prothese entsprechend nachbearbeitet. Wegen möglicher Allergien und Wärmeentwicklung bei der Abbindung des Kunststoffes auf der Mundschleimhaut und den mangelnden Möglichkeiten der Nachbearbeitung ist dieses Verfahren umstritten.
  • indirekte Unterfütterung: auf die Prothese wird ein Abdruckmaterial aufgebracht und der „Prothesenabdruck“, welcher im Prinzip bei einer Vollprothese einem Funktionsabdruck gleicht, in einem zahntechnischen Labor entsprechend verarbeitet – so wie bei der Herstellung einer neuen Prothese. Es findet so eine Erneuerung des zur Mundschleimhaut zugewandten Teils der Prothesenbasis statt. Ersatzzähne und Klammern oder andere Halteelemente bleiben unverändert.
  • weichbleibende Unterfütterung: bei besonders empfindlichen Kieferabschnitten, welche trotz korrekter Abformung ständig zur Druckstellenbildung neigen oder ungünstigen anatomischen Verhältnissen, werden zur Unterfütterung dauerhaft weichbleibende Materialien angewandt – dies besonders im zahnlosen Unterkiefer.

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